09.08.-12.08.2013 In den Solling

Kurz nach 07:00 Uhr machte ich mich auf den Weg in den Solling.
Über Nienstedt, Eimbeckhausen und Bad Münder ging es auf die B217 Richtung Hameln. Diese verlies ich aber bei Hasperde wieder. In Hasperde hatte ich jedoch eine Strassensperre, so das ich einen Umweg fahren musste. Über Gr. Hillingsfeld, Behrensen ging es bis nach Bisperode, wo ich eine Frühstückspause einlegte.
Danach fuhr ich weiter auf der L588 über Harderode bis nach Halle/Holzminden.
In Halle dann links ab auf die B240 bis nach Eschershausen und dort auf die B64 Richtung Holzminden. Die B64 verlies ich, entgegen der Planung meines Navis, aber wieder in Richtung Stadtoldendorf. Von dort auf der L580 weiter über Heinade und Mackensen bis nach Dassel.
Hier legte ich auf einer Tanke gegen 09:20 Uhr noch mal eine Pause ein und betankte den Roller.
Danach ging es recht steil noch oben auf der L549, teilweise so steil, das mein Roller nicht mehr über die 30 km/h kam.
Gegen 09:45 Uhr kam ich dann auf dem Campingplatz Silberborn in 437 mtr. NN an.
Nach der Anmeldung baute ich sogleich mein Zelt auf.


Mein Roller am Zelt

Gleich im Anschluss machte ich mich auf den Weg nach Holzminden
Dort machte ich einen kleinen Stadtbummel und lies mich zum Essen nieder.
Anschließend fuhr ich Richtung Neuhaus i. Solling um den dortigen Wildpark zu besuchen.
Der Wildpark Neuhaus spiegelt den Solling mit Flora und Faune auf kleiner Fläche wieder. Er wurde 1962 eröffnet und hat eine Fläche von rund 50 Hektar. Ca. 300 Tiere von 29 Arten leben hier.
Unter anderem beherbergt der Park auch eine Falknerei die auch Flugvorführungen bietet.

Nachdem ich im Anschluss noch einkaufen war, kam ich gegen 16:45 Uhr wieder auf dem Campingplatz an.
Den Rest des Abends lies ich in aller Ruhe ausklingen.

Am Samstag machte ich mich Kurz nach 6 auf zum Hochsollingturm.
Dieser steht rund 480 mrt. über dem Meeresspiegel und ist 33 Meter hoch. 178 Stufen müssen den hölzernen Turm erklommen werden um nach ganz oben zu gelangen.
Hier hat man – bei entsprechend guter Sicht – guten Ausblick in fast alle Himmelsrichtungen. Nur gen Osten versperrt der 509 Meter hohe Mossberg die Sicht. Im Westen z.B hat man Blick zum Köterberg, Westfälisches Bergland, Teutoburger Wald und Hermannsdenkmal. Nördlich die Otensteiner Hochebene.
1991 hat die Stadt Holzminden diesen Turm erbauen lassen.
Von hier aus, hatte ich Gelegenheit ein Reh in wirklich freier Wildbahn zu fotografieren. Ihr findet es in der nachfolgenden Bildergalerie.
Vom Turm aus fuhr ich erstmal wieder nach Silberborn rein, um beim Bäcker zu frühstücken.
Danach ging es ins Mecklenbruch, ein ca. 63 Hektar großes Hochmoor.
Leider hat sich die eh schon dürftige Tierwelt recht zurückgehalten, so das ich nur die Gelegenheit hatte Schmetterlinge und Libellen vor die Linse zu bekommen. Und natürlich Bilder vom Moor selber.
Nachdem ich wieder zum Roller kam, trafen ein paar Leute ein und ich bekam mit das sie sich zu einer Moorführung treffen.
Dieser habe ich mich dann noch mal angeschlossen und der Moorfährer Herr Peter hat uns viel Wissenswertes über das Mecklenbruch erzählt.
Dieses wurde schon ende des 18ten Jahunderts zum Torfabbau genutzt und in einer dort errichteten Glashütte als Brennstoff verwendet. Auch nach dem 2. Weltkrieg wurde das Moor künstlich ausgetrocknet um Torf zu gewinnen. Dieser Torf ist jedoch nicht zum düngen geeignet, da er sehr sauer ist und daher kaum Nährstoffe enthält.
Im Jahre 1982 wurde damit begonnen das Moor zu renaturieren.
Dazu wurden unter anderem künstlich gelegte Gräben zur entwässerung wieder aufgestaut um damit die Wiedervernässung voranzutreiben. Auch wurden Bäume die viel Wasser ziehen, wie z.B. teilweise entfernt.
Torfmoose kehren inzwschen wieder zurück, bis ein ursprünglicher Zustand erreicht werden kann, werden jedoch noch viele Jahrzenhte oder gar Jahrhunderte vergehen.
Nachdem ich dann zum 2. mal aus dem Moor zurück kam, fuhr ich zurück zum Campingplatz, wo ich in der dazugehörenden Gaststätte zu Mittag aß. Währenddessen fing es an zu regnen.
Nachdem es dann wieder trocken war, machte ich mich auf den Weg nach Höxter.
Dort schaute ich mir die St. Kiliani Kirche und die Nicolai-Kirche an und machte einen Bummel durch die Innenstadt wo ich noch ein Eis gegessen habe.
Anschließend fuhr ich nach Boffzen um noch etwas einzukaufen.
HIer überlegte ich mir was ich weiter machen sollte und entschied mich erstmal nach Fürstenberg zu fahren.
Dort schaute ich mich im Schloss Fürstenberg, welches Heute ein Porzellanmuseum beherbergt um und anschließend besuchte ich die 1899 erbaute und der Romantik nachempfundenen Christuskirche.
Über Derental ging es weiter, wo ich nach dem Ortsausgang noch eine Rast machte um mir die Exmoorponys welche u.a. zur Landschaftspflege seit dem Jahre 2000 im Solling wieder grasen anzuschauen. Die ebenfalls dor beheimateten Heckrinder zogen es vor ungesehen im Stall zu bleiben.
Quer durch den Solling ging es weiter, bis ich wieder auf die B497 kam auf der ich über Neuhaus wieder zum Campingplatz zurück kehrte.
Um 18:00 Uhr kam ich dort an.

Am Sonntag startete ich Kurz vor 9 in Richtung der Hannoverschen Klippen. Zunächst ging es über Beverungen und Bad karlshafen zum Weserskywalk. Zwischen Beverungen und Bad Karlshafen machte ich noch einen kurzen Fotostop. Bevor ich bei der Plattform ankam hielt ich ca. 500 Meter vorher noch mal am Grenzstein Dreiländereck an. Dieser Grensstein ist quasi Symbolisch, da er co 150 Meter Luftlinie von der tatsächlichen Grenze steht.
Dann ging es weiter zur Plattform auf den Klippen. Diese liegt ca. 80 mtr über der Weser
Nachdem ich die herrliche Aussicht dort genossen habe, ging es weiter nach Bad Karlshafen direkt ins Zentrum.
Auch hier schaute ich mich ein wenig um und kehrte in einem Restaurant zum Essen ein.
Anschließend ging es weiter Richtung Uslar. Auf diesem Weg machte ich einen Stop an der Klosterkirche Lippoldsberg.
Anschließend fuhr ich rein nach Uslar, besichtigte die St. Johanniskirche, deren Gotischer Chor und die Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert stammen. Anschließend machte ich noch einen Bummel durch die Innenstadt.
Nachdem ich getankt hatte, fuhr ich weiter Richtung Campingplatz, wobei ich in Schönhagen noch eine Kaffeepause einlegte.
Auch in Silberborn selber hielt ich noch mal an, um mir die dortige Kirche St. Markus, welche aus Sandstein gebaut ist, anzuschauen.
Gegen 17:15 Uhr war ich dann wieder auf dem Platz.

Am Montag war kurz vor 10:00 Uhr alles gepackt, ich hatte mich abgemeldet und es ging wieder gen Heimat.
Erst mal über Holzminden bis nach Bevern wo ich zum Frühstücken anhielt.
In Bevern dann links ab auf die L584 durch Golmbach, Rühle bis nach Bodenwerder.
Weiter nach Halle und dann quasi die restliche Strecke wie auf dem Hinweg bis nach Hause, wo ich gegen 13:oo Uhr ankam.

384 Kilometer habe ich an diesen Tagen zurückgelegt und es war eine wirklich wunderbare Tour

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